Hemanta Ritu – Es wird stürmisch im Ayurvedischen Frühwinter

Ende Oktober beginnt nach dem Ayurveda der frühe Winter, die fünfte der sechs Ayurvedischen Jahreszeiten. Der Frühwinter lässt die windige Vata-Energie kräftig ansteigen. Alles scheint sich zu bewegen und zu verändern. 

Draußen ist es unbeständig. Gerade haben wir noch den goldenen Herbst bewundert, da wird es plötzlich wieder stürmisch und regnerisch. Die Natur setzt farblich noch einmal besonders schöne Akzente und zieht sich dann in den Winterschlaf zurück. Es wird kühler und dunkler.

Auch in unserem Inneren herrscht reichlich Bewegung. Zum Jahresende werden fix noch so einige Projekte abgeschlossen und neue Projekte für das kommende Jahr geplant. Die Weihnachtszeit möchte vorbereitet werden und wir richten uns und unser Heim für die winterliche Einkehr vor. 

Vata ist die Energie des Windes und somit das Element der Bewegung. Das spüren wir unserem starken Antrieb und unseren zahlreichen Aktivitäten. Wir sind jetzt voller Ideen und kreativer Kraft. Wird Vata allerdings zu dominant, macht uns dies in unserem Verhalten unbeständig wie das Wetter. Wir können dann unruhig und sprunghaft werden. Das kreative Chaos das dabei entstehen kann, lässt zwar viele Ideen entstehen, doch fehlt es an der Konzentration für die Umsetzung. 

Damit du, wenn es um dich herum stürmisch wird, stark in deiner Mitte bleiben kannst, haben wir einige Anregungen passend zu dieser Ayurveda-Jahreszeit für dich zusammengestellt:

1. Ruhe und Erdung: Sorge für einen gesunden Ausgleich

Wenn am späten Nachmittag die Sonne untergeht, ist es Zeit, sich auf den Tagesausklang vorzubereiten. Du solltest dich jetzt nur noch mit persönlichen, schönen und wohltuenden Projekten beschäftigen. Der Abend im Frühwinter ist eine gute Zeit für Wellness und achtsame Selbstbeobachtung. Mit dem Sonnenaufgang am nächsten Tag kannst du dann wieder aktiv werden und deine 1.000 Ideen und Projekte umsetzen. 

2. Körperpflege und Ernährung: Jetzt darf es etwas mehr sein!

Stärke dein Immunsystem (Tipps dazu findest du hier.) Regionale Lebensmittel der Saison haben eine ganz natürliche ausgleichende Wirkung. Kartoffeln, Kürbis, Rüben & Co. wirken erdend und stabilisierend. Kohl enthält viel Vitamin C und Nüsse liefern dir Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E und Zink. Da das Verdauungsfeuer und der Stoffwechsel bei den meisten Menschen im Herbst sehr aktiv ist, darf es jetzt auch ein bisschen mehr sein. Statt auf Heilfastenkuren solltest du jetzt lieber auf Intervallfasten setzen und dir vollwertige, vitaminreiche Mahlzeiten gönnen. 

Auch die Haut braucht jetzt mehr Pflege. Öl-Massagen wirken nährend auf den Körper und beruhigen das Gemüt. 

3. Schenke dir und anderen Herzenswärme

Sorge für ein warmes, kuscheliges Nest. Nachdem du im Herbst für Klarheit und Struktur in deinem Zuhause gesorgt hast, dürfen jetzt Kerzen, Kissen und Kuscheldecken bei dir einziehen. Alles was warm und kuschelig ist, tut jetzt gut. Paare sollten näher zusammenrücken. 

Praktiziere Yogaübungen für eine starke Mitte und zentriere dich in der Meditation. Wenn die Natur sich im Außen zurückzieht, ist es auch für uns eine gute Zeit, uns auf unser Inneres zu besinnen. Herzenswärme, Erdung und ein Bewusstsein für die Fülle des Lebens wirken auch hier nährend und ausgleichend.

Wenn du individuelle Empfehlungen und Übungen für die Gestaltung dieser Jahreszeit brauchst, sprich uns gern an. 

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